– „How are you?“
– „My name is Rita – I am working at this farm.“

Voller Stolz und mit viel Neugier begrüßten uns die Arbeiterinnen der Farm im „Land of the Medicine Buddha“ in englischer Sprache – das erste halbe Jahr des Bildungsprojekts auf der biologisch-dynamischen Kräuterfarm in Nepal war offensichtlich erfolgreich verlaufen!

Die Zusammenarbeit von oneworld – a learning center in Nepal, dem Teeimporteur Emport bei Köln und dem Dottenfelderhof trägt in einem neuen Projekt mit der sequa gGmbH, einer weltweit tätigen Entwicklungsorganisation, erste Früchte. Im dreijährigen Bildungsprojekt werden neben Kenntnissen in Englisch, Buchhaltung (und damit Schreiben, Rechnen und Umgang mit Computern) auch die Grundlagen des ökologischen, besonders des biodynamischen Landbaus, Farmtechniken, Erste Hilfe (der nächste Arzt ist 2 Stunden zu Fuß entfernt) und anderes mehr vermittelt.

Die zehn Frauen und zwei Männer nutzen freudig diese Bildungsmöglichkeit, denn sie hatten bislang nur die Chance, höchstens vier Jahre die Schule zu besuchen. Mit dem Bildungsprojekt hat sich auch ihr Status verändert – sie verdienen jetzt ihr Geld als Angestellte und nicht mehr als Tagelöhner*innen. Bald können sie auf anderen Höfen Nepals ihre Kenntnisse im Ökolandbau weitergeben und den persönlich vollzogenen Wandel in einem immernoch sehr armen Land verbreiten.

Ebenfalls Teil des „Sequa“-Projektes ist der Einsatz junger Experten in Gurkha. So leben und arbeiten immer wieder junge Demeter-Landwirt*innen für ein halbes Jahr mit auf der Farm. Und ein Mehrwert entsteht dabei auf beiden Seiten: In Nepal lernen die Fachkräfte Leben und Landwirtschaft von einer gänzlich anderen Seite kennen, während sie mit ihren Fähigkeiten behutsam die landwirtschaftlichen Methoden dort weiterentwickeln.

Bettina Scherrer und Ole Rennstich waren die Ersten, die sich auf den weiten Weg nach Gurkha gemacht haben – zwei mal zwei weitere junge Landwirt*innen werden 2018 und 2019 nach Nepal aufbrechen. Hier geht es zu Bettinas Erfahrungsbericht.